Dexcom G6 beim Sport in Verbindung mit einer Smartwatch

Seit dem Dexcom G5 trage ich ja nun schon einige Zeit dieses System zur kontinuierlichen Glukosemessung (rtCGM)
Die derzeit aktuelle Version ist das Dexcom G6.
Zuvor hatte ich den FeeStyle Libre.

Welche Erleichterungen so ein System bei der Überwachung des Blutzuckerspiegel im Alltag bietet brauche ich wohl kaum noch jemanden erklären.

Der Hauptgrund für mich zur Anschaffung eines solchen Systems war damals, dass es für einen Diabetiker nahezu unmöglich ist, mit der herkömmlichen Messtechnik (Blutzuckermessgerät zum blutigem messen des Glukosegehalt des Blutes) gesund Sport zu treiben.
Meist war es doch so, dass man am Anfang der sportlichen Betätigung den Blutzucker (BZ) gemessen hat und dann danach erst wieder. Außer bei langen Sporteinheiten, da auch mal zwischendrin.
Wer selbst mal Blutzucker gemessen hat, kann sich in etwa vorstellen wie schwer es ist mit verschwitzten Händen vernünftig Blut am Finger abzunehmen. Läuft man z.B. im Regen, kann man es ganz vergessen.
Mit den Systemen von Dexcom und FreeStyle Libre ist es jedoch möglich ohne Aufwand seinen BZ-Spiegel immer im Blick zu haben.
So ist man im besten Fall vor Über- und Unterzuckerungen geschützt.
Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse war auch kein Problem.

Beide Systeme haben in der normalen Nutzungsweise ein Lesegerät bzw. Empfänger, auf dem man den BZ-Wert ablesen kann. Das kann auch (und wird immer häufiger so genutzt) das Smartphone sein.
Im Alltag ist das eine sehr praktikable Variante, beim Sport eher nicht so. Man muss ja ständig sein Smartphone in die Hand nehmen um nachzuschauen wie es derzeit aussieht.

So kam dann eine Smartwatch ins Spiel. Ich nutzte eine Apple Watch, weil das Dexcom System am besten auf diese abgestimmt ist. Das funktioniert einfach, selbst bei Updates des Betriebssystems gab es keine Probleme. Anders sieht es bei diversen anderen Smartwatches aus. Da liest man in der Dexcom Gruppe bei Facebook immer wieder von Problemen.
Und auf Umwege mit xDrip oder Nightscout hatte ich keinen Nerv.

Dumm nur, das meine Garmin Fenix 3 den BZ-Wert nicht ohne weiteres anzeigen konnte. Das wäre wieder nur über einen Umweg über Nightscout gegangen, was dann aber wieder zur Folge gehabt hätte, dass ich keine Anbindung zu Clarity von Dexcom gehabt hätte.

OK, die Apple Watch kann man mittlerweile ganz gut für Lauftraining nutzen. Wenn einem Pace, Distanz und Pulswerte reichen. Und wenn man seine Läufe nicht zu Strava übertragen möchte.
Diverse Apps für die Watch sollen wohl auch Intervalltraining möglich machen, habe ich jedoch nie probiert.
Dafür hatte ich ja die Fenix 3.

Beim Lauftraining war das alles auch kein Problem. Links die Apple Watch (für den BZ), rechts die Fenix mit Brustgurt gekoppelt (die Fenix 3 hatte ja noch keinen Pulsmesser integriert). Sah halt blöd aus mit 2 Uhren, aber wen interessiert es.
Beim Wanders kam dann noch ein drittes Gerät hinzu. Ein einfaches Garmin Navigationsgerät (Garmin eTrex 30 Touch) für die Kartendarstellung und anzeige der Route die ich wandern möchte. Dieses war mit einer Kletthalterung am Rucksack befestigt.
Um zu sehen ob ich noch auf der richtigen Strecke war, musste ich natürlich das Gerät ständig in die Hand nehmen. Da konnte es auch mal passieren das ich dachte ich sei noch richtig und erst nach mehreren hundert Metern bemerkte, das ich hätte abbiegen müssen. zudem ist das Handling eines solchen Gerätes in Verbindung mit Trekkingstöcken in unwegsamen Gelände suboptimal. Man hat einfach zu viel in der Hand.
Die Kletthalterung von Garmin ist auch nicht das Wahre. Sehr oft fällt das Navi davon ab und man muss es wieder befestigen. Dies verschlimmerte sich im Laufe der Zeit, weil Klettverbindungen nunmal den Nachteil haben zusehends schwächer zum werden.

Bei Mehrtageswanderungen ergab sich der zusätzliche Nachteil das ich die Stromversorgung für alle 3 Geräte mitschleppen musste. Die Apple Watch will Abends geladen werden, die Fenix ebenfalls wenn man bis zu 12 Stunden aufgezeichnet hat und für das eTrex muss man Batterien/Akkus mitschleppen, denn dieses Gerät hat leider einen relativ hohen Stromverbrauch (was durch den Batteriebetrieb ja auch nicht gerade ökologisch ist)

Im Laufe der Zeit war ich dann zusehends genervt von dieser Gerätekonstellation.

Es musste eine Änderung her.
Die neueres Garmin Uhren lassen sich über eine Uhren-App nun direkt mit Dexcom verbinden. So bekommt man dann den BZ-Wert mit leichter Verzögerung auf der Uhr angezeigt.
Im Alltag ist der BZ-Wert in das Watchface integriert, bei Sport und Wandern habe ich ein Datenfeld integriert so das ich alle wichtigen Infos bei der Aktivität auf einem Blick habe.
Eine Kartendarstellung samt Track/Route auf der Uhr rundet das ganze dann ab und ich brauche nur noch ein einziges Gerät was einem das sportliche Leben doch viel einfacher und sicherer macht.

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